Kunststoff für Designer

Der Plastic Side Chair von Charles und Ray Eames (übrigens der erste industriell aus Kunststoff gefertigte Stuhl) und die Tischleuchte „Bourgie“ von Kartell: Das sind nur zwei von vielen zeitlosen und weltbekannten Design-Klassikern aus Kunststoff.

Warum ist der Werkstoff so interessant für Designer? Stefan Koziol, Geschäftsführer des gleichnamigen Unternehmens, das Kunststoffprodukte entwickelt und herstellt, bringt es auf den Punkt: „Kunststoff hat den riesengroßen Vorteil, dass man seine Ideen besser als mit jedem anderen Material verwirklichen kann. Man hat eine unbegrenzte Formbarkeit, weil es von einem flüssigen in einen harten Zustand überführt wird.“

Allerdings braucht es Expertise, diese Freiheit zu nutzen – und man sollte wissen, wie weit man gehen kann, wenn Ideen für Design-Ikonen in die Praxis der Kunststoffverarbeitung umgesetzt werden sollen. Dabei gibt es viele Stellschrauben.

Der Hersteller, der mit dem Design seiner (Konsumgüter-)Produkte Unterschiede setzen möchte, ist deshalb gut beraten, sich nach kompetenten Partnern umzusehen, die ihn in definierten Stadien der Produktentstehung unterstützen und beraten.

Partner für die Fertigung

Auf der KPA in Ulm werden sich solche Partner vorstellen – zum Beispiel Mould2Part für den Anfang des Prozesses, die Produktentwicklung. Auch Funk Dreidimensional begleitet seine Kunden von Anfang an, beim Design. Das gilt ebenso für Henn und New Albea. Diese Aussteller haben schon bei der Formgebung der Produkte den späteren Produktionsprozess im Blick. Sie wissen, was geht und was nicht. Neben der Anmutung der Produkte steht dabei – nach dem Grundsatz „Form follows function“ – auch die perfekte Funktion der Kunststoffkomponenten im Fokus.

Andere Unternehmen wie Reichle, ST Systems, Techniplas und Topocrom wissen, wie man ein Kunststoffprodukt – zum Beispiel Möbel und Küchengeräte, aber auch Komponenten für das Auto-Interieur – durch innovative Oberflächentechnik aufwertet. Wieder andere, die sehr zahlreich auf der KPA vertreten sind, zeigen neue, oft besondere nachhaltige Materialien zur Verwirklichung von Design-Ideen.

Und wenn die Machbarkeitsgrenzen des Spritzgusses noch überschritten werden sollen, gibt es Spezialisten für den Kunststoff-3D-Druck, die diese Anforderung gern erfüllen. Auf der KPA kann sich der Besucher u.a. auf den Ständen von Hasenauer & Hesser, Kegelmann, Speedpart, Teufel und Toolcraft darüber informieren, was mit additiven Verfahren möglich ist.

Der kurze Überblick zeigt: Die KPA ist das perfekte Forum für design-orientierte Kunststoffverarbeiter. Ausführlichere Vorab-Informationen bieten der Online-Ausstellerkatalog und das Vortragsprogramm der kommenden Messe.

Wer das „Material der tausend Möglichkeiten“ – so Leo Baekeland, Erfinder des ersten vollsynthetischen Kunststoffs (Bakelit) – perfekt nutzen möchte, findet in Ulm zahlreiche Anregungen und Experten.