Kunststoffteile für Maschinenbau

Kunststoff trifft Maschinenbau – auf der KPA in Ulm

Metall bearbeiten, Baustoff produzieren, Lebensmittel verpacken: Der Maschinenbau ist breit aufgestellt und die Technologieachse zwischen Stuttgart und München gilt europaweit als „Hotspot“ der Branche. Und in jeder Maschine sind technische Kunststoffe verbaut, an die ganz unterschiedliche Anforderungen gestellt werden.

Auf der KPA – Kunststoff Produkte Aktuell, die vom 25. bis 26. Februar 2026 in Ulm stattfindet, zeigen leistungsfähige Kunststoffverarbeiter, welche Komponenten sie für den Maschinenbau fertigen und welche Technik-Trends aus ihrer Sicht aktuell sind. Hier treffen Konstrukteure und Einkäufer aus dem Maschinenbau somit auf kompetente Gesprächspartner und mögliche neue Zulieferer.

Ein Trend, der in Ulm sicherlich diskutiert wird, ist der Einsatz von Hochleistungskunststoffen in den Antrieben von Maschinen. Zahnräder, Wellen und Lineareinheiten lassen sich so einfacher fertigen – und sie sind leichter als Metallbauteile. Das bedeutet auch: Mit ihnen lassen sich effizientere Antriebe konstruieren, weil die Bewegung der Teile weniger Energie erfordert. Die elektrische Isolationswirkung ist ein weiterer Vorteil. Auf der KPA Ulm werden spezialisierte Kunststoffverarbeiter wie Handtmann und F. Morat Antriebskomponenten aus hochbeanspruchbarem Kunststoff zeigen.

Aber auch Prozesskomponenten wie Förderschnecken und Robotergreifer lassen sich gut aus Kunststoff fertigen. Diese und weitere Bauteile kann der KPA-Besucher auf dem Stand von Murtfeldt kennenlernen.

Mit Risse & Co. gehört ein Unternehmen zu den Ausstellern, das sich explizit auf die Metallsubstitution, d.h. auf anspruchsvolle Kunststoff-Anwendungen im Maschinenbau konzentriert. Oft kommen bei solchen Projekten faserverstärkte Kunststoffe zum Einsatz. Sie ermöglichen die Fertigung von stark belastbaren Bauteilen „aus einem Schuss“. Noch höher ist die Belastbarkeit solcher Komponenten, wenn sie im Wickelverfahren produziert werden. Ein Beispiel: Murtfeldt fertigt mit diesem Verfahren Hybrid-Trägerelemente mit eingelegten Metallelementen, die Belastungen des 25-fachen Eigengewichtes aufnehmen können. So lassen sich leichte und zugleich leistungsfähige Maschinen konstruieren.

Ein anderer Einsatzbereich für Kunststoff im Maschinenbau sind Gehäuse sowohl für Komponenten wie Sensoren als auch für komplette Maschinen und Geräte, für Schaltkästen und für die Mensch-Maschine-Schnittstelle. Auch komplexe Formen können zeit- und kostensparend „aus einem Schuss“ gefertigt werden, und häufig wird hier ebenfalls Metall durch Kunststoff ersetzt. Weiss Kunststoffverarbeitung wird auf der KPA Beispiele zeigen.

Nach dem Motto „Es muss nicht immer Spritzguss sein“ werden nicht wenige Aussteller alternative Verarbeitungsprozesse auf dem Weg vom Granulat zum Maschinenelement vorstellen. Im Fokus steht dabei der 3D-Druck, der sich längst auch für die Produktion von kleineren bis mittleren Serien etabliert hat und die Produktion von komplexen Bauteilen z.B. mit Hinterschneidungen eignet. Und auch bei einfacheren Bauteilen ermöglicht der Verzicht auf den Werkzeugbau einen großen Zeitvorteil.

Konstrukteure von Maschinen, die ihren KPA-Besuch planen, sollten vielleicht auch die Stände von Röchling Industrial Laupheim (Drehen und Fräsen von Kunststoffteilen) und Lanker (Norm-Bedienteile) besuchen. Und wenn sie die Prozesskette zu Ende denken und die Nachhaltigkeit in ihrer Produktion und ihren Produkten verbessern möchten – auf der Messe werden auch viele Spezialisten aus dem Themenfeld Rezyklate (PIR und PCR), Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft ihre Ideen, Werkstoffe und Dienstleistungen vorstellen.

Weitere Informationen: www.kpa-messe.de

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